Recruiting
Wie finde ich Elektriker und Elektromeister für meinen Betrieb?
Photovoltaik, Wallboxen, Wärmepumpen, Gebäudetechnik: Die Arbeit für Elektriker wird mehr, die Zahl der Fachkräfte nicht. Jeder Betrieb in deiner Gegend sucht dieselben Leute. Wer nur eine Stellenanzeige schaltet, geht in dieser Konkurrenz unter.
Kurz gesagt
Elektriker und Elektromeister erreichst du am zuverlässigsten mit gezielten Anzeigen auf Facebook und Instagram im Umkreis deines Betriebs, verbunden mit einer Bewerbung in zwei Minuten ohne Lebenslauf. Zeig konkret, welche Arbeiten anfallen, wie die Woche aussieht und was du bietest. Bei Meistern zählt zusätzlich, wie viel Verantwortung und Freiraum sie bekommen.
Warum ist die Suche nach Elektrikern so zäh?
Elektrofachkräfte können in sehr viele Richtungen gehen: klassische Installation, Industrie, Energieversorger, Solarbetriebe, Instandhaltung. Ein Handwerksbetrieb steht damit nicht nur im Wettbewerb mit dem Kollegen im Nachbarort. Wer gut ist, bekommt Angebote, ohne zu suchen, und liest deshalb keine Stellenbörsen. Deine Aufgabe ist es, in seinem Alltag aufzutauchen und einen Grund zu liefern, sich fünf Minuten mit deinem Betrieb zu beschäftigen.
Wo erreichst du Elektriker, die nicht aktiv suchen?
Am Handy, nach Feierabend. Mit bezahlten Anzeigen auf Facebook und Instagram legst du fest, in welchem Umkreis und in welcher Altersgruppe dein Angebot erscheint. Daneben gibt es Wege, die nichts mit Werbung zu tun haben und oft unterschätzt werden.
- Anzeigen mit echten Fotos oder kurzen Videos von deinen Baustellen und deinem Team
- Empfehlungen der eigenen Monteure, die ehemalige Kollegen und Mitschüler kennen
- Kontakt zu Berufsschule und Meisterschule in deiner Region
- Eine Karriereseite, die bei Google gefunden wird, wenn jemand nach Elektriker-Stellen in deinem Ort sucht
- Eigene Ausbildung, auch wenn sie erst in einigen Jahren wirkt
Was ist bei Elektromeistern anders als bei Gesellen?
Ein Geselle fragt nach Arbeitszeit, Bezahlung, Fahrzeug und Baustellen. Ein Meister fragt zusätzlich, welche Rolle er bekommt. Soll er Projekte leiten, Monteure führen, Angebote schreiben, Azubis ausbilden oder als verantwortliche Fachkraft für den Betrieb geradestehen? Je klarer du das beschreibst, desto eher meldet sich der Richtige. Viele Meister überlegen außerdem, sich selbstständig zu machen. Wer ihnen Verantwortung und Entwicklung bietet, ohne das unternehmerische Risiko, hat ein starkes Argument.
Was gehört in die Anzeige?
Elektriker wollen wissen, was sie bei dir den ganzen Tag tun. „Abwechslungsreiche Aufgaben“ sagt nichts. Nenne die Tätigkeit beim Namen und zeig sie im Bild.
- Art der Arbeit: Neubau, Altbausanierung, Photovoltaik, Industrie, Kundendienst
- Einsatzgebiet und ob es Montage mit Übernachtung gibt
- Arbeitszeitmodell und Umgang mit Überstunden und Notdienst
- Ausstattung: Werkzeug, Messgeräte, Fahrzeug, Arbeitskleidung
- Weiterbildung: Schulungen, Meisterkurs, Unterstützung dabei
- Bezahlung so konkret, wie du es vertreten kannst
Wie sieht eine gute Bewerbung für Elektriker aus?
Kurz. Statt Unterlagen hochzuladen, beantwortet der Bewerber ein paar Fragen am Handy: abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker oder Elektroinstallateur, Meistertitel ja oder nein, Jahre im Beruf, Schwerpunkt, Führerschein, Wohnort. Nach rund zwei Minuten ist er fertig. Du erkennst sofort, wer Fachkraft ist und wer nicht, und vereinbarst mit den Passenden ein Gespräch. Zeugnisse lässt du dir dann zum Termin mitbringen.
Welche Fehler solltest du vermeiden und wann lohnt es sich nicht?
Der häufigste Fehler ist Zögern: Eine Elektrofachkraft, die sich heute meldet, hat nächste Woche andere Gespräche. Der zweite ist eine Anzeige, die sich an alle richtet und niemanden meint. Schreib lieber getrennt für Gesellen und Meister. Nicht lohnend ist eine Kampagne, wenn du im Moment keine Kapazität hast, Bewerber kennenzulernen und einzuarbeiten, oder wenn dein Angebot spürbar hinter dem der Betriebe ringsum zurückbleibt. Dann bringt mehr Reichweite nur mehr Absagen.
Aus der Praxis · ZARG Energie, Westerstede
Der Elektromeisterbetrieb für Photovoltaik aus dem Ammerland brauchte für sein wachsendes Geschäft schnell Verstärkung. Eine Kampagne auf Facebook hat Elektrofachkräfte rund um Westerstede angesprochen. Innerhalb von 30 Tagen wurden ein Elektromeister und ein Elektriker eingestellt.
Elektriker oder Meister gesucht? Lass uns über deine offene Stelle reden.
Kostenloses Erstgespräch — wir zeigen dir was für dein Unternehmen möglich ist.
Jetzt anfragenHäufige Fragen
Wie groß sollte der Suchradius sein?▾
So groß, wie ein Mitarbeiter täglich zu fahren bereit ist. Auf dem Land ist das mehr als in der Stadt. Ein zu großer Radius bringt Bewerber, die nach dem ersten Winter wieder kündigen, weil ihnen der Weg zu weit ist.
Kann ich auch Elektrohelfer und Quereinsteiger ansprechen?▾
Ja, am besten mit einer eigenen Anzeige. Mach deutlich, welche Arbeiten sie übernehmen dürfen und wie du sie einarbeitest. Arbeiten, die einer Elektrofachkraft vorbehalten sind, bleiben davon unberührt.
Hilft eine gute Website bei der Suche nach Elektrikern?▾
Ja. Fast jeder Bewerber sieht sich den Betrieb vorher im Netz an. Eine veraltete Seite ohne Bilder vom Team lässt Interessenten abspringen, bevor sie sich melden. Eine einfache Karriereseite mit echten Fotos reicht schon.
Bringt es etwas, Stellen zusätzlich in einer Jobbörse zu schalten?▾
Für aktiv Suchende schon, zum Beispiel Berufsrückkehrer oder Zugezogene. Die Mehrheit der Fachkräfte in fester Stelle erreichst du dort aber nicht. Beides zu kombinieren ist kein Widerspruch.














