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Social Media

Social Media selbst machen oder an eine Agentur abgeben?

6 Min. Lesezeit · OMS Partner

Der Kanal ist angelegt, die ersten Beiträge waren schnell gemacht – und dann kam das Tagesgeschäft. Seit Wochen ist nichts Neues online. Jetzt steht die Frage im Raum: selbst dranbleiben oder abgeben? Die Antwort hängt nicht vom Budget allein ab, sondern davon, was in deinem Betrieb realistisch ist.

Kurz gesagt

Selbst machen lohnt sich, wenn jemand im Betrieb Spaß daran hat, jede Woche feste Zeit dafür bekommt und Regelmäßigkeit wichtiger ist als Hochglanz. Eine Agentur lohnt sich, wenn der Kanal immer wieder einschläft, wenn Videos professionell aussehen sollen oder wenn Social Media messbar Anfragen und Bewerbungen bringen soll. Ganz abgeben kannst du es nie: Gesichter, Einblicke und Freigaben müssen aus dem Betrieb kommen.

Was spricht dafür, Social Media selbst zu machen?

Niemand ist näher dran als du und dein Team. Ihr steht auf der Baustelle, wenn etwas Sehenswertes passiert, ihr kennt die Kunden und den Ton im Betrieb. Ein schnelles Handyvideo vom fertigen Projekt ist in zehn Minuten online, ohne Abstimmung und ohne Wartezeit. Außerdem kostet es kein Agenturhonorar. Für kleine Betriebe, die vor allem Bekannten und Stammkunden zeigen wollen, dass es sie gibt und was sie gerade tun, reicht das oft völlig aus.

Woran scheitert es in der Praxis?

Fast nie am Können, fast immer an der Zeit. Social Media ist im Betrieb die Aufgabe, die als erste liegen bleibt, wenn ein Mitarbeiter ausfällt oder ein Auftrag drängt. Ein Kanal, auf dem der letzte Beitrag vier Monate alt ist, wirkt schlechter als gar keiner – Besucher fragen sich, ob der Betrieb noch arbeitet.

  • Niemand ist offiziell zuständig; es macht, wer gerade daran denkt.
  • Es gibt keinen Plan, also fehlt jede Woche neu die Idee.
  • Videos bleiben ungeschnitten auf dem Handy liegen.
  • Die Person, die sich gekümmert hat, verlässt den Betrieb – und nimmt das Wissen mit.
  • Es wird gepostet, aber niemand prüft, ob daraus Anfragen entstehen.

Was kann eine Agentur besser?

Eine Agentur bringt drei Dinge mit, die im Betrieb selten vorhanden sind: einen festen Rhythmus, Handwerk bei Dreh und Schnitt und Erfahrung, was auf den Plattformen funktioniert. Sie plant Themen für Wochen voraus, dreht an einem Tag Material für viele Beiträge und sorgt dafür, dass verlässlich etwas erscheint. Dazu kommt die Verbindung zu Anzeigen: Ein gutes Video lässt sich mit Werbebudget gezielt an Menschen in deiner Region ausspielen, die dir noch nicht folgen. Der Nachteil ist ebenso klar. Es kostet Geld, es braucht Abstimmung, und spontane Momente fängt eine Agentur nicht ein, wenn sie nicht vor Ort ist.

Was musst du auch mit Agentur selbst beisteuern?

Das wird am häufigsten unterschätzt. Eine Agentur kann deinen Betrieb zeigen, aber nicht erfinden. Wer erwartet, nach der Unterschrift nie wieder etwas damit zu tun zu haben, bekommt austauschbare Beiträge. Rechne mit ein paar Stunden im Monat.

  • Gesichter: Chef und Mitarbeiter, die bereit sind, vor die Kamera zu gehen.
  • Zeit für Drehtermine – und die Erlaubnis, auf Baustellen oder im Betrieb zu filmen.
  • Einblicke: Was läuft gerade, welches Projekt ist fertig, wer hat Jubiläum, welche Stelle ist frei?
  • Schnelle Freigaben, damit Beiträge nicht tagelang in der Warteschleife hängen.
  • Antworten auf Nachrichten und Kommentare, wenn es um Termine, Preise oder Fachfragen geht.

Gibt es einen Mittelweg?

Ja, und für viele Betriebe ist er die beste Lösung. Die Agentur übernimmt, was Können und Ausrüstung braucht: Planung, professionelle Videos, Schnitt, Anzeigen. Der Betrieb liefert dazwischen das Spontane – ein Foto vom fertigen Dach, eine Story vom Richtfest. So bleibt der Kanal lebendig und sieht trotzdem ordentlich aus. Wichtig ist nur, dass klar geregelt ist, wer was postet und wer auf Nachrichten antwortet. Bei unseren Kunden legen wir das zu Beginn gemeinsam fest.

Wann lohnt sich eine Agentur NICHT?

Wenn niemand im Betrieb vor die Kamera will und sich das auch nicht ändern soll, fehlt der Agentur der Rohstoff. Wenn du kein klares Ziel hast – mehr Bewerbungen, mehr Anfragen, mehr Bekanntheit in der Region –, lässt sich Erfolg nicht messen, und du zahlst für Beschäftigung. Und wenn im Betrieb bereits jemand mit Freude und Regelmäßigkeit postet, dann lass diese Person weitermachen und hol dir höchstens punktuell Hilfe, etwa für einen Drehtag oder für Anzeigen.

Wie triffst du die Entscheidung?

Stell dir drei Fragen. Erstens: Wer im Betrieb hat pro Woche zwei bis drei feste Stunden dafür – wirklich, nicht theoretisch? Zweitens: Was soll der Kanal bringen, und woran würdest du das in sechs Monaten erkennen? Drittens: Ist in den letzten drei Monaten regelmäßig etwas erschienen? Lautet die Antwort auf die erste Frage „niemand“ und auf die dritte „nein“, hast du es bereits ausprobiert. Dann ist Abgeben kein Luxus, sondern der Weg, auf dem es überhaupt stattfindet.

Aus der Praxis · Körte Immobilien, Lingen (Ems)

Bei Körte Immobilien ist die Aufteilung klar: Die Makler stehen selbst vor der Kamera und zeigen, wie sie arbeiten. Planung, Dreh, Schnitt und Veröffentlichung kommen von uns. So ist ein Kanal mit über 5.300 Followern entstanden, auf dem man das Team kennenlernt, bevor man zum ersten Mal anruft.

5.300+Instagram-Follower
Case Study

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Betrieb posten?▾

Lieber ein guter Beitrag pro Woche über Jahre als drei Wochen lang täglich und dann Funkstille. Regelmäßigkeit schlägt Menge. Wähle einen Rhythmus, den du auch in stressigen Monaten hältst.

Wem gehört der Kanal, wenn eine Agentur ihn betreut?▾

Dir. Profil, Seite und Werbekonto sollten immer auf deinen Betrieb laufen, die Agentur bekommt nur Zugriff. Achte darauf, dass das im Vertrag steht – sonst fängst du bei einem Wechsel bei null an.

Auf welchen Plattformen sollte ich überhaupt sein?▾

Dort, wo deine Kunden und künftigen Mitarbeiter sind. Für die meisten regionalen Betriebe sind das Facebook und Instagram, für jüngere Bewerber zusätzlich TikTok, für Firmenkunden LinkedIn. Zwei gut gepflegte Kanäle bringen mehr als fünf halbherzige.

Kann eine Agentur von weit weg meinen Kanal betreuen?▾

Planung, Texte, Grafiken und Anzeigen gehen problemlos aus der Ferne. Für Videos muss jemand zu dir kommen. Frag deshalb vorab, wer dreht und wie oft – oder ob du das Material selbst liefern sollst.

Wie lange dauert es, bis Social Media etwas bringt?▾

Reichweite mit Anzeigen kommt innerhalb von Tagen, Vertrauen und Bekanntheit wachsen über Monate. Plane mindestens ein halbes Jahr ein, bevor du urteilst, und miss in der Zeit Anfragen und Bewerbungen, nicht nur Follower.

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